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Mit Leib und Seele…

Workshop auf der Lebenswerkstatt 2010 mit P. Markus Thomm

Wolfgang H. In diesem Workshop habe ich einiges über Indien und den Hinduismus gelernt und über Yoga an sich. Ich hatte bislang nicht gewusst, dass Yoga ein spiritueller Lebensweg mit 8 Elementen ist. Lediglich die Asanas, die so genannten Körperübungen, waren mir aus Studenten- und VHS-Kursen bekannt. Die positiven Erfahrungen des Yoga in das christliche (Gebets-)Leben einzuflechten, fand ich vom Ansatz und der inneren Haltung her einerseits mutig und andererseits sehr offen und dialogbereit im Hinblick auf andere Kulturen, Völker und deren Religionen.

Cover, Markus Thomm
Mir ist entspannend klar geworden, dass auch indische Menschen ihre Probleme bei der Wahrheitsfindung haben und dass auch dort Dinge als Wahrheit festgeschrieben werden und Wege aufgezeigt werden, die ein Leben in der Wahrheit ermöglichen sollen. Yoga soll ein solcher Weg sein. Dass er jedoch nur von „Aussteigern“ – also quasi Mönchen - beschritten wird, die alles hinter sich lassen, fand ich enttäuschend. Das normale indische Volk ist gar nicht in der Lage, Yoga umfassend zu praktizieren, so meine Meinung. Und dass der Yoga- Weg in Indien reine Männersache ist, fand ich noch enttäuschender. Bei der gewöhnlichen indischen Frau bleibt es dann beim morgendlichen und abendlichen Anzünden eines Räucherstäbchens und beim Gebet zum Lieblingsheiligen, so lernte ich. Auf der anderen Seite fand ich das aber auch beruhigend, denn die Inder sind im Grunde Menschen wie wir mit ihren persönlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. Warum sollten sie auch anders sein. Mir wurde klar, dass letztlich alle Menschen bestrebt sind, ein möglichst leidarmes Leben führen zu können und sich danach sehnen, dass ihr Leben Erfüllung findet und es nicht aufhört. Dabei helfen Gott und Heilige und manchmal eben auch mehrere Götter. Wenn ich dabei mal den christlichen Anspruch auf höchste Wahrheitsstufe außer Acht lasse, dann fühle ich mich im Herzen sehr verbunden mit der indischen Frau, die morgens ein Räucherstäbchen anzündet und ihren Lieblingsgott darum bittet, dass es auch in den nächsten Tagen etwas zu essen gibt, dass nicht noch eins ihrer Kinder stirbt und dass ihr Mann bei der Arbeit nicht verunglückt. Warum sollten denn Sorgen und Ängste einer indischen, muslimischen, jüdischen oder indianischen Frau (oder eines Mannes) unerhört bleiben? Mangelnder Dialog, das Aufdrängen von Absolutheitsansprüchen und Ungeduld haben immer schon viel kaputt gemacht. Gott ist wahr und liebt und hilft (wem er will). So ist zumindest meine derzeitige Sichtweise. Vielleicht habe ich in drei Jahren eine andere. Geben wir uns Zeit zur Entwicklung.

Ich habe in diesem Workshop somit also viel Persönliches gelernt und auf der anderen Seite die Körperübungen und Entspannungsübungen sehr genossen. Mehr interessiert mich am Yoga nicht. Die Körper- und Entspannungsübungen in Verbindung mit christlichem Gebet fand ich interessant, jedoch war es nicht mein Ding. Aber nach meiner Einschätzung sind durch diese Kombination noch viele Schätze zu heben, die christliches Leben bereichern können. Die wechselseitige Wirkung vom Körper auf den Geist und die Psyche und umgekehrt finde ich hierbei nennenswert. Ansonsten … tolle Lebenswerkstatt. Schade, dass sie vorbei ist.
 
markus-thomm.de
Webseite des Workshopleiters
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